Vermieten und Verwalten

Deutschland gilt traditionell als Mieterland. Fast 60% der Bevölkerung sind Mieter, lediglich 40% sind Eigentümer. Vor allem in Regionen mit angespanntem Wohnungsmarkt wie in den Ballungsregionen entlang der Rheinschiene und im Ruhrgebiet können sich immer weniger Menschen ein Eigenheim leisten. In den kreisfreien Städten bzw. Großstädten zeigt sich aktuell eine Mieterquote von 73%. Nicht nur die Wohnungsknappheit, sondern auch die steigenden Ausbildungszeiten und ein immer häufiger unter unsicheren Bedingungen erfolgender Einstieg in die Erwerbstätigkeit sind Grund für die steigende Mieteranzahl.
Die Mitgliedsunternehmen des BFW Nordrhein-Westfalen umfassen viele Bestandshalter. Bezeichnend für unsere Bestandshalter ist, dass alle Bestandshalter des BFW Nordrhein-Westfalen hochwertigen und bezahlbaren Wohnraum anbieten, der weit über den gängigen technischen Standards liegt. Dies betritt besonders den Bereich Modernisierung. Der BFW Nordrhein-Westfalen setzt sich gemeinsam mit seinen Mitgliedern und Partner dafür ein, dass Modernisierungsmaßnahmen zielorientiert sind. Dabei wird dem Klimaschutz eine hohe Priorität eingeräumt, insbesondere da der deutsche Wohnungsmarkt 95% Bestandsimmobilien aufweist.

Zu diesem Thema informiert der Fachausschuss „Wohnungswirtschaft“ des BFW Nordrhein-Westfalen regelmäßig. Ebenso finden zahlreiche Diskussionsdebatten und eigene Schwerpunktveranstaltungen zum Thema Wohnungswirtschaft u.a. auf unserem jährlichen Immobilientag statt.

Haushalte zur Miete und im Wohneigentum nach Anteilen in Europa

  • Mieter / -innen (Norwegen) 20% 20%
  • Eigentümer /-innen (Norwegen) 80% 80%
  • Mieter / -innen (Polen) 22% 22%
  • Eigentümer /-innen (Polen) 78% 78%
  • Mieter / -innen (Spanien) 22% 22%
  • Eigentümer /-innen (Spanien) 78% 78%
  • Mieter / -innen (Italien) 23% 23%
  • Eigentümer /-innen (Italien) 77% 77%
  • Mieter / -innen (Portugal) 29% 29%
  • Eigentümer /-innen (Portugal) 71% 71%
  • Mieter / -innen (Belgien) 30% 30%
  • Eigentümer /-innen (Belgien) 70% 70%
  • Mieter / -innen (Irland) 30% 30%
  • Eigentümer /-innen (Irland) 70% 70%
  • Mieter / -innen (Tschechien) 35% 35%
  • Eigentümer /-innen (Tschechien) 65% 65%
  • Mieter / -innen (Großbritannien) 37% 37%
  • Eigentümer /-innen (Großbritannien) 63% 63%
  • Mieter / -innen (Schweden) 38% 38%
  • Eigentümer /-innen (Schweden) 62% 62%
  • Mieter / -innen (Niederlande) 40% 40%
  • Eigentümer /-innen (Niederlande) 60% 60%
  • Mieter / -innen (Finnland) 42% 42%
  • Eigentümer /-innen (Finnland) 58% 58%
  • Mieter / -innen (Frankreich) 42% 42%
  • Eigentümer /-innen (Frankreich) 58% 58%
  • Mieter / -innen (Österreich) 44% 44%
  • Eigentümer /-innen (Österreich) 56% 56%
  • Mieter / -innen (Dänemark) 50% 50%
  • Eigentümer /-innen (Dänemark) 50% 50%
  • Mieter / -innen (Deutschland) 57% 57%
  • Eigentümer /-innen (Deutschland) 43% 43%
  • Mieter / -innen (Schweiz) 63% 63%
  • Eigentümer /-innen (Schweiz) 37% 37%

Hinzu kommt, dass in Deutschland Mieter besser geschützt sind als in vielen anderen europäischen Staaten. Der Kündigungsschutz ist hoch, die Politik eher mieterfreundlich. Der europaweite Vergleich zeigt, dass durchschnittlich rund 70% der Europäer Wohneigentum besitzen. Norwegen ist mit 80% Wohneigentum Spitzenreiter. Deutschland hingegen belegt mit 43% den vorletzten Platz.

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