Einziges Mittel gegen die Wohnungsknappheit ist mehr Tempo beim Wohnungsneubau

13.02.2019

Düsseldorf, 11. Februar 2019 – Der BFW NRW hat im Zuge der Mitgliederversammlung am Montag einen neuen Vorstand gewählt. Beim anschließenden Neujahrsempfang mit Gästen aus Politik und Wirtschaft versicherte Dr. Jan Heinisch, Staatssekretär des Bauministeriums NRW, der mittelständischen Bau- und Wohnungswirtschaft tatkräftige Unterstützung bei der Schaffung eines neuen Klimas für den Neubau zu.

Das Verbandsjahr 2018 war das bisher erfolgreichste Jahr für den BFW NRW, und konnte somit den Rekordzuwachs aus dem Vorjahr noch übertreffen. Fast 250 Mitglieder unterstützen den Verband der mittelständischen Bau- und Wohnungswirtschaft heute. „Erfolge in der Interessenvertretung die durch Maßnahmen wie der Allianz für mehr Wohnungsbau, der Baukostensenkungskommission NRW, dem Projekt „Bauland an der Schiene“ und der starken Intention der Eigentumsförderung im Wohnraumförderprogramm deutlich werden, sind die Ergebnisse der Verbandsarbeit, die nur durch die intensive Unterstützung der Mitglieder möglich gemacht wird“, so BFW NRW Geschäftsführerin Elisabeth Gendziorra.

Der wiedergewählte BFW NRW Vorstandsvorsitzender Martin Dornieden kritisierte die Überregulierung durch den Staat, beispielsweise bei der wiederholten Reformierung der EnEv, der Mietpreisbremse und der Kappungsgrenzenverordnung. Das einzige wirksame Mittel gegen Wohnungsknappheit und stärkere Mieten ist deswegen mehr Tempo beim Wohnungsneubau, nicht weitere Regulierungen oder kurzlebige Anreize, erklärte Dornieden.

Aktuellstes Anliegen ist derzeit die Reform der Grundsteuer: „Sollte die Umlagefähigkeit der Grundsteuer nicht mehr möglich sein, tragen in Zukunft nur noch die Eigentümer und Vermieter in einer Kommune die Kosten der Infrastruktur. Hierbei sollten wir uns vor Augen halten, dass bei Wohnungsneubauten der Bau oder die Übernahme von Kosten für Straßen und Infrastruktur durch Bauträger zu zahlen sind. Ist die Grundsteuer also nicht mehr umlagefähig, zahlt die Wohnungswirtschaft doppelte Beiträge für die Infrastruktur“, so Dornieden.

Das Grußwort für den Neujahrsempfang hielt in diesem Jahr Staatsekretär Dr. Jan Heinisch. Er hofft auf Rationalität zwischen Politik und Wirtschaft: „Durch einen politischen Beschluss ist noch keine Investition getätigt und keine Wohnung gebaut. Bauen, das tun Sie, gerne stehen wir an Ihrer Seite.“ Ferner forderte Dr. Heinisch bei der Schaffung eines neuen Klimas für den Neubau, die jetzige Regierung an ihren Taten zu messen und nicht an Ihren Versprechungen.
Der alte Vorstand des BFW NRW wurde mit zwei Änderungen wiedergewählt. Dr. Werner Küpper und Gunnar Kissel verließen den Vorstand. Daniel Wylenga und Nisse Nesseler wurden in den Vorstand als Beisitzer gewählt.

Herr Dr. Küpper trat nach 33-jähriger Vorstands- und 10-jähriger Tätigkeit als Vorsitzender zurück. Er wurde durch den ehemaligen NRW-Bauminister und ehemaligen geschäftsführenden NRW-Ministerpräsidenten, Dr. Michael Vesper, verabschiedet: „Heute, in einer Zeit des sehr gespaltenen Marktes; wachsende Bedarfe in den attraktiven Städten und zeitgleich Zonen mit Leerständen, übernimmt jeder der Wohnungen errichtet damit auch eine soziale Verantwortung. Dieser hat sich Dr. Werner Küpper in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender des BFW NRW immer gestellt“.

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