Die Corona-Krise wird die Urbanisierung nicht dauerhaft abschwächen

29.04.2020

Was bedeutet die aktuelle Corona-Pandemie für die Stadtentwicklung? Wissenschaftler des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) haben zu dieser Frage in der ersten Ausgabe der neuen Reihe ILS-IMPULSE Stellung bezogen.

Mit den Auswirkungen von COVID-19 befasst sich längst auch die Stadtforschung. So wird die Bedeutung von dichter Bebauung, von Urbanität und Zentralität für die Entstehung und Verschärfung der Pandemie kritisch hinterfragt. Gänzlich ausblenden könne man die Bedeutung der Siedlungs- und Bevölkerungsdichte für die Ausbreitung der Pandemie nicht. 

Andere Faktoren scheinen aber ebenso wichtig zu sein – etwa die Alterszusammensetzung der Bevölkerung oder wie stark Städte in globale Prozesse eingebunden und wie attraktiv sie für den Tourismus sind.Die entscheidende Frage sei nun, wie Städte dauerhaft widerstandsfähiger in Bezug auf Infektionskrankheiten werden können. Das betrifft die medizinische Ausstattung und Grundversorgung, aber auch andere Bereiche der öffentlichen Daseinsvorsorge wie die Energie- und Wasserversorgung, die Entsorgung oder den Nahverkehr. Die Autoren sehen die öffentliche Kontrolle solcher gemeinwohlorientierter Güter als wichtige Schlüsselfrage.

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