„Schwierigere Bedingungen für den Wohnungsbau“

Köln, 24.06.2022. Die erste Bestandsaufnahme ist gemacht, die Bewertung der lokalen Bauträger und Projektentwickler liegt vor. „„Die Entscheidung des Kölner Stadtrates zum neuen Regionalplan löst weder die Wohnungsnot noch den Klimanotstand“, kommentiert BFW NRW Geschäftsführerin Elisabeth Gendziorra die Stellungnahme des Kölner Rates zum Regionalplan der Bezirksregierung.

„Es wird lediglich ein Bruchteil der in den nächsten 20 Jahren für Wohnen, Gewerbe und Industrie benötigten Flächen ausgewiesen. So wird eine Flächenkonkurrenz zwischen bezahlbarem Wohnraum, Schulbauten oder Gewerbe geschaffen. Wer sich durchsetzt, wird das nur zu hohem Preisen tun können. Dieser Beschluss schwächt den Standort Köln für Jahrzehnte.“

Der Regionalplan als Herzstück für die Zukunft der Stadtentwicklung legt fest, welche Flächen bis Mitte des Jahrhunderts für Wohnen, Gewerbe und Industrie über das aktuelle Ausmaß hinaus verwendet werden können. „Im Ergebnis stehen Potenzialflächen, die beispielsweise beim Wohnen etwa 70% unter dem zunächst geplanten Flächenbedarf liegen“, so der BFW NRW.

Diese Pläne der Ratsmehrheit sind nach Ansicht des Verbandes der mittelständischen Wohnungswirtschaft völlig unzureichend: „Auf Innenverdichtung zu setzen ist wichtig, kann jedoch nicht alle Probleme lösen. Eigentumsbildung werde auf diese Weise in Köln nur noch für einen kleinen Kreis möglich sein. Diese Entscheidung mit dem Klimaschutz zu begründen, greife außerdem zu kurz. „Die Flächenversiegelung findet dann im Kölner Umland statt, gleichzeitig werden Pendlerströme und entsprechende Emissionen zunehmen“, so Elisabeth Gendziorra. Fiskalischer Effekt: Der Stadt entgehen nach Auffassung des BFW die Gewerbesteuereinnahmen durch Betriebe, die sich im Umland statt im Stadtgebiet ansiedeln müssen.

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