Immobilienwirtschaft blickt optimistisch in die Zukunft

Essen, 15.03.2022. Rund 60 Gäste trafen sich auf Einladung des BFW Landes-verbandes Nordrhein-Westfalen jetzt erstmalig in einer Präsenzveranstaltung zum BFW-Stadtgespräch Essen beim Essener Projektentwickler und Totalunternehmer HARFID an der Lindenallee.

BFW-Landesgeschäftsführerin Elisabeth Gendziorra überließ das erste Grußwort des Abends der Stadtspitze: Nach einem flammenden Appell von Oberbürgermeister Thomas Kufen, der das Podium nicht nur zu einem Ausblick auf die Herausforderungen der Stadtentwicklung, sondern auch zu einer Solidaritätsbekundung mit der Ukraine nutzte, stand die Immobilienwirtschaft der Region Ruhr im Fokus.

Harfid Hadrovic, Namensgeber und Vorsitzender der Geschäftsführung beim Gastgeber, präsentierte den Gästen aus der Immobilienwirtschaft an Rhein und Ruhr eindrucksvolle Zahlen seines 2008 gegründeten Unternehmens. „Seitdem haben wir ein Team von rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aufgebaut, mehr als 80 Projekte mit mehr als einer Million Quadratmeter Bruttogeschossfläche realisiert und ein jährliches Wachstum von rund 25 Prozent erwirtschaftet“, bilanzierte Hadrovic. Die derzeitige Projektpipeline des Immobilienunternehmens bezifferte er auf rund zwei Milliarden Euro – davon sind Projekte mit einem Volumen von 750 Mio. Euro bereits in der Realisierung.

„Ruhrgebiet hat weiter Entwicklungspotenzial“

„Als familiengeführte Holding mit Wurzeln in Essen fühlen wir uns der Ruhrregion zutiefst verbunden. Gestartet vor 14 Jahren als Rohbauunternehmen mit unseren Arbeiten am Einkaufszentrum Limbecker Platz haben wir unsere Kompetenzen fortwährend ausgebaut. Heute agieren wir als integrierter Projektentwickler und Totalunternehmer entlang der Immobilien-Wertschöpfungskette. Einen großen Teil unserer Projekte realisieren wir ganz bewusst im Ruhrgebiet, denn hier besteht noch reichlich Entwicklungspotenzial. Dabei liegt uns insbesondere die Schaffung urbaner Wohnquartiere am Herzen, denn die Region wächst stetig. Doch auch um Fachkräfte und Hochschulabsolventen zu halten oder zu gewinnen, ist attraktiver Wohnraum wichtig“, informierte Harfid Hadrovic.

Nach weiteren Kurzvorträgen diskutierten Frank  Münch (Leiter der Projektentwicklung bei HARFID), der baupolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag, Fabian Schrumpf, Dr. Sebastiaan Gerards (Leiter der Unit Quartiersentwicklung bei der Landmarken AG), Erich Varnhagen (Unternehmensgruppe Sahle Wohnen) und Jan Finke (NRW bulwiengesa) über das Projektgeschehen in der Metropolregion Ruhr. Fazit: Die überhitzten Märkte in den Metropolen und die entsprechende Kaufpreisentwicklung haben die Ruhr-Schiene verstärkt in den Blickpunkt von Investoren gerückt. Entsprechend positiv ist die Stimmung bei den Akteuren vor Ort.

Dr. Sebastiaan Gerards: „Unser Ziel ist es, das Engagement in der Metropole Ruhr weiter zu intensivieren und mit nachhaltigen und identitätsstiftenden Projekten den Aufbruch dieser Region mitzugestalten. Wir sehen uns als Partner der Städte und fühlen uns gerade in dieser Hinsicht im Ruhrgebiet sehr gut aufgenommen. Solche Formate wie das Stadtgespräch nutzen wir sehr gerne, um über zukunftsfähige Konzepte für lebenswerte Städte ins Gespräch zu kommen.“

„Schulterschluss aller Akteure erforderlich“

Sahle-Vertreter Erich Varnhagen appellierte an einen Schulterschluss aller Akteure: „Um die zukünftigen Aufgaben und Herausforderungen auf dem Immobiliensektor, im speziellen für den Wohnungsbau, bewältigen zu können, bedarf es einer engen Zusammenarbeit zwischen der Politik, der Verwaltung und den zuverlässigen Bestandshaltern. Wohnraum, insbesondere für die breiten Bevölkerungsschichten, darf nicht zum Spekulationsobjekt von Finanzjongleuren werden.“



 

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