Entlastung bei der Grunderwerbssteuer geplant

Düsseldorf, 08.03.2022. Die dramatische Entwicklung der Kaufpreise ist das eine, die Höhe der Nebenkosten das andere: „Die Steuer auf Immobilienkäufe ist gerade für junge Familien und Paare, die ein eigenes Haus suchen, eine enorme Belastung“, so die Einschätzung von BFW NRW-Geschäftsführerin Elisabeth Gendziorra..

 „Die Entlastung von selbstnutzenden Hauskäufern und Wohnungseigentümern ist überfällig, gerade in NRW ist der Erwerb von Immobilieneigentum mit der bundesweit höchsten Grundsteuerabgabe von 6,5 Prozent verbunden.“ In Zahlen: Für ein 350.000 Euro teures Einfamilienhaus macht das 22.750 Euro Steuern.

Die Senkung (besser noch: die Abschaffung) der Steuer für selbstnutzende Eigentümer könnte für die neue Bundesregierung die Möglichkeit sein, nach der Streichung der BEG-Förderung Pluspunkte zu sammeln. „Die neue Bundesregierung plant offenbar, den Ländern Freibeträge für Eigenheim-Käufer einzuräumen“, so Elisabeth Gendziorra. „Jetzt sind wir sehr gespannt, ob die anstehenden Wahlen im Mai mit entsprechenden Absichtsbekundungen verbunden sein werden.“
Die Pläne der Landesregierung sehen bisher vor, dass Immobilienkäufer ab diesem Jahr beim Ersterwerb einen Teil der anfallenden Steuer zurückerhalten sollen. Junge Familien, Paare und Einzelpersonen, die im Jahr 2022 zum ersten Mal ein Haus oder eine Eigentumswohnung kaufen, sollen eine gestaffelte Förderung der
NRW.Bank erhalten. Laut Medienberichten soll die Entlastung über ein Förderprogramm erfolgen, das bis März verabschiedet wird und rückwirkend zum 1. Januar greifen soll. Familien, Paare und Einzelpersonen sollen in unterschiedlicher Höhe von der Steuer entlastet werden. Insgesamt soll für diese Zielgruppe so eine indirekte Senkung der Grunderwerbssteuer von über 1,5 Prozentpunkten erreicht werden. „Dieser Plan ist allerdings auf das Jahr 2022 beschränkt. Jetzt ist es an der Bundesregierung, die gesetzliche Grundlage für einen Freibetrag zu schaffen. Die Umsetzung liegt dann in den Händen der neuen Landesregierung“, mahnt Elisabeth Gendziorra.

Die Regierungsfraktionen von CDU und FDP hatten kurzfristig noch einen Änderungsantrag in die Haushaltsberatungen des NRW-Landtags eingebracht: Demnach sollen 400 Millionen Euro im Jahr 2022 bereitstehen, um Immobilienkäufer bei der Grunderwerbssteuer zu entlasten. „Mit dieser Aktion hat die Politik am Ende der Legislaturperiode noch ein konkretes Wahlversprechen eingelöst“. so Gendziorra. Für die Umsetzung der Fördermaßnahmen wünscht sich der BFW NRW eine praktikable Lösung mit hohem Nutzen: „Wir plädieren für einen Zuschuss und nicht nur ein zinsgünstiges Darlehen“, so Gendziorra.

 

 

 

 

 

bfw_landesverband_immobiienwirtschaft_verbund_logo.jpg
Wir gestalten die Zukunft des Bauens.
© Copyright 2022 BFW Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V. | Düsseldorf