Immobilienwirtschaft - Interview mit Frederik Möhl

Düsseldorf, 13.03.2022. Frederik Möhl ist seit 1. Januar 2010 geschäftsführender Gesellschafter der Möhl GmbH & Co. KG. Der 39-jährige Diplom-Kaufmann führt das Kölner Familienunternehmen, das vor 165 Jahren als Betrieb für feuerfeste Erzeugnisse gegründet wurde und sich heute der Vermietung, Verwaltung und Projektierung eigener Immobilien widmet, bereits in fünfter Generation. Der Firmengrundsatz: Der Mensch steht im Mittelpunkt.

Seit der Firmengründung im Jahr 1856 steht der Name Möhl für Kompetenz und Flexibilität. Sie führen das Unternehmen in nunmehr fünfter Generation. Stand das für Sie immer fest?
Nein, ich habe erst zum Ende meines BWL-Studiums 2009 entschieden, in das elterliche Unternehmen einzusteigen. Mein Vater ist bereits 2002 gestorben. Er hat mich bis heute als Unternehmer stark geprägt und war auch ein Grund, 2010 sprichwörtlich ins kalte Wasser zu springen und die Firma zu leiten. Ich bin bis heute meiner Familie, die sehr liberal ist, dankbar, wie frei und ohne Druck ich in meiner Entscheidungsfindung war.

Mit welchen Zielen sind Sie angetreten?
Mir war immer wichtig, meiner Verantwortung als Unternehmer gerecht zu werden und das Unternehmen weiterzuentwickeln, langfristig zu planen, flexibel zu bleiben und das Bestehende zu hinterfragen. Als Unternehmer orientiere ich mich immer auch am Gemeinwohl. So habe ich zum Beispiel bei unserem aktuellen Projekt „Möhl-Areal“ in Köln-Dellbrück die Zirkusfabrik Kulturarena seit ihrer Gründung 2011 unterstützt.

In 165 Jahren hat sich Ihr Familienunternehmen ständig weiterentwickelt. Was waren für Sie die wichtigsten Veränderungen?
Unsere Veränderungen waren stetig und fließend, mein Vater hat immer sehr vorausschauend gehandelt. 1856 noch als Fabrik für feuerfeste Erzeugnisse gestartet, hatte er bereits seit Ende 70er-Jahre ein zweites Standbein mit Immobilien als Anlageform geschaffen und in Köln-Dellbrück Immobilien gekauft, einen Supermarkt und sogar eine der ersten Squashhallen in Deutschland eröffnet. Seit 2010 fokussiert sich die Möhl GmbH & Co. KG auf die Vermietung, Verwaltung und Projektierung von Immobilien.

Welche Rolle spielen Nachhaltigkeit und Mobilität bei Ihren Immobilienprojekten?
Beides spielt für mich eine ganz besondere Rolle. Gerade als Bestandshalter von Immobilien sehe ich mich in der Verantwortung, zukunftssicher zu planen und das Umfeld in die Projekte einzubinden. Nachhaltiges Bauen hat auch für die Mieter Vorteile, damit die Nebenkosten bezahlbar und die Warmmiete nicht zur Zweitmiete wird. Außerdem streben wir grüne, autoarme Quartiere an. Wie im „Möhl-Areal“ mit idealer Anbindung an den S-Bahnhof Dellbrück sollen der Mensch und die Natur im Mittelpunkt stehen, nicht das Auto. Dort entstehen bis zu 215 Wohnungen in unterschiedlichen Ausführungen, wovon viele auch öffentlich gefördert sein werden. Aus dem heute überwiegend gewerblich genutzten Areal soll schrittweise ein Mischgebiet aus Mietwohnungsbau, Büros und kleineren Gewerbeflächen entstehen.
Das Projekt ist auch der langjährigen Kooperation mit Frank Arndt vom Kölner Büro arndt + partner mbB Beratende Ingenieure zu verdanken, den ich über das Netzwerk des BFW NRW kennengelernt hatte.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit gern?
Als Vater von vier Kindern, davon drei Töchter und ein Sohn, verbringe ich die Zeit am liebsten mit meiner Familie und meinen Freunden. Ich koche gerne, liebe die Bewegung in der freien Natur und spiele Tennis.

 

 

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