Mit Gebäuden gegen Klimawandel

Düsseldorf, 16.11.10.2021. Immer an die Zukunft denken! So lautet seit jeher die Prämisse in der Immobilien- und Wohnungswirtschaft. Heute meint das dringlicher denn je, Nachhaltigkeit und Klimaschutz in den Fokus zu rücken. Denn mit den richtigen Konzepten können Gebäude dazu beitragen, das Klima zu retten.

Die Fakten liegen schon lange auf dem Tisch: 35 Prozent des Endenergieverbrauchs und 30 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland entfallen auf Gebäude – weit mehr als auf die Bereiche Verkehr und Elektrizität. Rund 63 Prozent der Wohngebäude wurden vor Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung 1979 errichtet und erfüllen längst nicht mehr die aktuellen Anforderungen. Gleichzeitig liegt die Sanierungsquote lediglich bei einem Prozent. Das zeigt, wie wenig hierbei in den vergangenen Jahren passiert ist – oder anders gesagt, wie riesig das Potenzial ist. Es herrscht Konsens darüber, dass Gebäuden eine Schlüsselrolle zukommt, um die Klimaziele 2040 zu realisieren. Deshalb erhöht die Politik den Druck und nimmt den Gebäudesektor allen voran mit dem Europäische Green Deal stärker in die Pflicht. Die Vision: Europa zum ersten CO2-freien Kontinent zu machen.

Beim Europäischen Green Deal handelt es sich um ein Maßnahmenbündel aus Anreizen, Förderungen und gesetzlichen Auflagen. Beispielsweise ist seit Anfang dieses Jahres das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) in Kraft, das durch Verteuerung fossiler Brennstoffe Anreize bieten soll, um erneuerbare Energien einzusetzen. In Planung ist eine Reform der Energiesteuerrichtlinie, die künftig verstärkt auf die Reduzierung von Treibhausgasemissionen hinwirken soll. Und mit der Überarbeitung der Gebäude-Richtlinie (EPBD – RL zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden) sollen zum einen alle Neubauten von 2021 an Niedrigstenergiegebäude sein und zum anderen Bestandsgebäude perspektivisch an dieselben energetischen Anforderungen angepasst werden. Klar ist: Weitere Verordnungen und Richtlinien der Europäischen Kommission sind absehbar, und der Handlungsdruck wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen; nur so können die Klimaziele bis 2040 erreicht werden. Für Immobilienbesitzer:innen heißt das: Wer sich diesem Wandel schon jetzt stellt und eine Nachhaltigkeitsstrategie für das Gebäude entwickelt, sichert sich einen klaren Vorsprung beim Werterhalt seines Objekts.

Ein Schub für klimafreundliche Sanierung

Welche konkreten Vorgaben also müssen Immobilienbesitzer:innen beachten und wie gehen sie beim energetischen Sanieren am sinnvollsten vor? Für eine nachhaltigere Energieversorgung lohnt es sich, das Gebäude vom Heizungskeller über die Fassade bis unters Dach detailliert zu analysieren. Die wichtigste Stellschraube ist die Energieeffizienz. Im ersten Schritt gilt es daher, den Energieverbrauch an allen möglichen Stellen zu reduzieren. Bereits kleine Maßnahmen wie die Umstellung einer Liegenschaft auf LED wirken sich aus – und führen in der Summe zu großen Einsparungen. Monitoring, Energiemanagement und smarte Anwendungen unterstützen dabei, Energieverbrauch und -einsparungen im Blick zu behalten. Im zweiten Schritt steht die Dekarbonisierung der Wärme- und Kälteversorgung auf dem Prüfstand: weg von Bestandsanlagen mit fossilen Quellen wie Kohle, Öl und Gas, hin zu umweltfreundlicheren Techniken wie Gas-Brennwertheizung, Biomasseheizungen und Wärmepumpen.

Förderungen nutzen, Nachhaltigkeit erhöhen

Um mehr Nachhaltigkeit zu erreichen, hat die Bundesregierung im Rahmen des Green Deal die Mittel für Förderprogramme für erneuerbare Energien und zur Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudesektor neu aufgesetzt. Seit 1. Juli 2021 ist bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) in Kraft, die bis zu 40 Prozent der Kosten fördert. Die BEG gilt für alle Wohngebäude – von Eigentumswohnungen über Ein- und Mehrfamilienhäuser bis hin zu Wohnheimen – ebenso wie für alle Nichtwohngebäude wie Gewerbegebäude, kommunale Gebäude oder Krankenhäuser.

Contracting minimiert Kosten

Klar ist: An der energetischen Sanierung von Bestandsgebäuden geht kein Weg vorbei, um die Klimaziele 2040 zu erreichen. Klar ist aber auch: Die Maßnahmen sind komplex und teuer. Dienstleister wie ENGIE Deutschland verfügen über die Expertise, um Firmen und Organisationen bei der Entwicklung einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie zu unterstützen, sie bei der Erfüllung der Anforderungen aus dem Green Deal zu begleiten und zu geeigneten Förderprogrammen zu beraten. Wer das finanzielle Risiko der Sanierungsmaßnahmen scheut, findet zudem die Lösung in einem Contracting-Modell. Dabei geben die Expert:innen von ENGIE Deutschland umfangreiche Garantien und übernehmen die Finanzierung der notwendigen Investitionen und deren Betrieb für viele Jahre. Somit erhalten Unternehmen Planungssicherheit und können sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren – und gleichzeitig ihre Gebäude nachhaltiger aufstellen.

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