WohneNRW-Tage: Drei Tage, viele Ideen, ein Ziel

Düsseldorf, 28.08.2026. Wie vielfältig die Antworten auf die aktuellen Herausforderungen des Wohnens ausfallen können, zeigten auch in diesem Jahr mehrere BFW-Mitgliedsunternehmen bei den WohneNRW-Tagen. Die Projekte stehen für nachhaltigen Neubau, serielle Sanierung, barrierearmes Wohnen und die Revitalisierung von Innenstädten. Gemeinsam mit der Allianz für mehr Wohnungsbau, der auch der BFW NRW angehört, nutzte Landesbauministerin Ina Scharrenbach drei Tage im August, um herausragende, mit Wohnraumfördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen realisierte Vorhaben zu besichtigen.
Generationenwohnen in Viersen
In Viersen entsteht ein Generationenwohnhaus mit 44 vollständig geförderten,barrierefreien Mietwohnungen, inklusive Mietercafé als Ort der Begegnung. Das Vorhaben ist Teil des Pilotprogramms zum Digitalen Gebäuderessourcenpass (DGRP) des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung NRW. Für die nachhaltige Umsetzung sorgt unter anderem BFW-Mitglied Terhalle. Das Unternehmen realisiert die Holzbauweise und übernimmt insbesondere die Fertigung der Fassadenelemente. Bauherrin ist die VAB Viersen. Zu den WohneNRW-Tagen wurde mit dem Richtfest und dem symbolischen Nagelschlag ein wichtiger Meilenstein gefeiert.
Landmarken/Eckehard Adams: Hallenbad macht Platz für Azubi-Wohnen
Sylvia Friedrichs (Landmarken AG) und Stefanie Adams-Pescher (Eckehard-Adams Wohnen) begrüßten die Allianz in Düsseldorf im Quartier „Goldeck“: Auf dem Gelände des ehemaligen Hallenbads an der Lütticher Straße entstehen frei finanzierte und geförderte Wohnungen, die durch Gewerbeflächen ergänzt werden. Einen außergewöhnlichen Akzent im Wohnungs-Mix setzt die Azubi-WG des Caritasverbands Düsseldorf als Teil des geförderten Wohnungsbaus, den die Stadtmarken GmbH (Teil der Landmarken AG) im Quartier verantwortet. Die vier WG-Bewohner, alle Azubis in der Altenpflege, staunten nicht schlecht, als neben der Ministerin auch der Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller ihre Wohnräume besichtigte. Sylvia Friedrichs und Stefanie Adams-Pescher luden im Anschluss auf die Dachterrasse zum Dialog ein – bei bestem Wetter.
B&O: Serielle Sanierung in Hattingen
Dass Klimaschutz und Bestandserhalt zusammengehören, zeigt die serielle Sanierung an der Goethestraße in Hattingen. Vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 42 Wohnungen – darunter 18 geförderte Wohnungen – wurden im bewohnten Zustand energetisch modernisiert. Der Energiekennwert konnte dabei um rund 85 Prozent gesenkt werden. Industriell vorgefertigte Fassadenelemente, Luft-Wärmepumpen und neue Balkone ermöglichten eine zügige Umsetzung mit möglichst geringen Belastungen für die Bewohnerinnen und Bewohner. Trägerin des Projekts ist die hwg eG, die serielle Modernisierung hat das BFW-Mitglied B&O ausgeführt.
Sahle Wohnen/Paderborn: Aus Kaufhof wird Seniorenwohnen
Zum vierten Mal in Folge präsentierte BFW-Mitglied Sahle Wohnen ein Förderprojekt. Im Mittelpunkt des Baustellenrundgangs stand die nachhaltige Umnutzung eines innerstädtischen Bestandsgebäudes. NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach informierte sich vor Ort über die 37 geplanten Seniorenwohnungen und die modernen Gewerbeflächen. Das Vorhaben verbindet mehrere Ziele: Es schafft dringend benötigten, bezahlbaren und altersgerechten Wohnraum, erhält gewerbliche Nutzungen und stärkt die Innenstadt. Der Umbau zeigt beispielhaft, wie aus leer stehenden Handelsimmobilien neue, zukunftsfähige Orte entstehen können.
Gemeinsam Lösungen schaffen
Für den BFW NRW sind diese Projekte besonders wertvoll, weil sie sichtbar machen, wie aus politischen Rahmenbedingungen
und unternehmerischem Engagement konkrete Lösungen entstehen. Die Vorhaben in Viersen, Düsseldorf, Hattingen und Paderborn stehen für unterschiedliche Wege, den Wohnungsbau zukunftsfest zu gestalten. Die WohneNRWTage zeigen dabei vor allem eines: Fortschritt entsteht dort, wo Politik, Wohnungswirtschaft und weitere Partner eng zusammenarbeiten. Mit verlässlicher Förderung, innovativen Bau- und Sanierungskonzepten sowie dem Mut, neue Wege zu gehen, kann Nordrhein-Westfalen die Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt wirksam angehen.