Stadtgespräch Bochum: Wunsch nach Verlässlichkeit

Düsseldorf, 03.06.2025. Rund 60 BFW-Mitglieder und Vertreter aus der Politik waren dabei, als beim jüngsten BFW-Stadtgespräch am neuen Bosch-Standort in Bochum zwei der acht Anwärter auf das Amt des Oberbürgermeisters von Bochum aufeinandertrafen: Jörg Lukat, ehemaliger Polizeipräsident und Kandidat von SPD und Grünen, sowie Marc Adomat (CDU), derzeit Stadtdirektor in Leverkusen. In weitgehender Einigkeit diskutierten die OB-Kandidaten mit Vertretern der Wirtschaft über eines der drängendsten Themen der Stadt: bezahlbarer Wohnraum.
BFW-Sprecherin Stefanie-Anna Adams-Pescher, gebürtige Bochumerin und Geschäftsführerin der Eckehard Adams Wohnungsbau GmbH, brachte die Perspektive der Branche ein. Bei nur 250 Fertigstellungen pro Jahr könne der Wohnungsbedarf in Bochum unmöglich gedeckt werden, sagte sie und bezifferte den Bedarf mit Blick auf die bulwiengesa-Studie des BFW auf rund 1.250 Wohneinheiten jährlich bis 2040. Sie lobte die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung, äußerte aber auch den Wunsch nach mehr Entscheidungskompetenz und Projektsteuerung in der Verwaltung. Adomat und Lukat signalisierten Bereitschaft, Planungs- und Genehmigungsverfahren zu vereinfachen. Für Lukat steht das Handlungskonzept Wohnen im Zentrum seiner wohnungspolitischen Strategie. Er stellte jedoch die von Adams-Pescher genannte Zahl von 1.250 benötigten Wohnungen infrage und verwies auf die kommunale Planung, laut der bis 2035 etwa 8.000 neue Wohnungen entstehen sollen – im Schnitt rund 615 pro Jahr.
Auch Gastgeber Bosch hatte seinen Anteil am informativen Abend: Unter dem Motto „Mit Tradition zur Transformation“ wurden die Geschichte des Standorts und die Zukunftsvision des Unternehmens Bosch vorgestellt.
(Foto) Diskutierten beim Stadtgespräch Bochum: BFW-Landesgeschäftsführerin Elisabeth Gendziorra, Marc Adomat (CDU), BFW-Regionalsprecherin Stefanie-Anna Adams-Pescher sowie Jörg Lukat (SPD/Grüne) und Moderator Dirk Leutbecher (Stony Real Estate).