Ergebnisse der NRW-Wohnraumförderung 2025 wurden vorgestellt

Düsseldorf, 19.02.2026. Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung, und Claudia Hillenherms, Vorstandsmitglied der NRW.BANK, haben die Ergebnisse der öffentlichen NRW-Wohnraumförderung 2025 vorgestellt.
Trotz steigender Baukosten, hoher Zinsen und wirtschaftlicher Unsicherheiten verzeichnet NRW ein Rekordergebnis. Mit rund 2,4 Milliarden Euro wurden 13.356 Wohnungen gefördert. So viel wie nie zuvor investiert das Land in die Schaffung und Sicherung von Wohnraum für Menschen mit geringem Einkommen. In einem schwierigen Marktumfeld erweist sich die öffentliche Wohnraumförderung als stabilisierender Faktor.
Besonders deutlich zeigt sich der Erfolg im Mietwohnungsneubau. 2025 wurden mit rund 1,8 Milliarden Euro insgesamt 8.037 neue Mietwohnungen gefördert, ein Plus von 20 Prozent gegenüber 2024 und der höchste Wert seit 20 Jahren. Die Förderung setzt wirksame Anreize für Investitionen und schafft langfristig bezahlbare Mieten.
Im Bereich Modernisierung wurden rund 300 Millionen Euro bewilligt. Damit werden 2.218 Mietwohnungen und Wohnplätze modernisiert. Der Anteil geförderter Mietwohnungen stieg um 10 Prozent auf 1.902 Einheiten. Erstmals wurden zudem 52 Wohnplätze für Menschen mit Behinderungen gefördert. Die Maßnahmen verbessern Wohnqualität und Barrierefreiheit, senken CO2-Emissionen und sichern bezahlbare Mieten.
Für selbstgenutztes Wohneigentum wurden 222 Millionen Euro eingesetzt und 1.369 Wohneinheiten gefördert. Rund 64 Prozent der Mittel flossen in den Erwerb von Bestandsimmobilien. Das stärkt das Prinzip Jung kauft alt, vermeidet Leerstand und unterstützt den Klimaschutz.
Auch Bindungsverlängerungen und Bindungserwerb wurden ausgeweitet. 1.407 Wohnungen blieben durch Verlängerungen preisgebunden, 325 weitere wurden neu in die Bindung aufgenommen. So wird bezahlbarer Wohnraum langfristig gesichert.
Die Zinskonditionen bleiben 2026 zunächst stabil und werden zur Jahresmitte überprüft. Ab 2027 erhebt die NRW.BANK wieder Verwaltungskostenbeiträge. Damit schafft das Land Planungssicherheit.
Der Bestand an preisgebundenem Wohnraum lag 2024 bei rund 464.000 Wohnungen, davon 414.229 preisgebundene Mietwohnungen. Das entspricht rund 40 Prozent des bundesweiten Bestands. Zwar ist die Zahl gegenüber 2023 um 2,3 Prozent gesunken, der Rückgang hat sich jedoch deutlich verlangsamt. Zwischen 2005 und 2015 lag er im Schnitt bei 3,8 Prozent jährlich, 2024 bei 2,1 Prozent. In einzelnen Städten wie Bielefeld und Oberhausen ist der Bestand zuletzt wieder leicht gestiegen. Insgesamt zeigt sich, dass der Mix aus Neubau, Modernisierung sowie Bindungserwerb und Bindungsverlängerung wirkt und den negativen Trend bremst.