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10-Punkte-Plan für mehr Wohnraum in Köln


15. Oktober 2025

Köln, 15.10.2025. Mit einem Zehn-Punkte-Plan zur Schaffung von ausreichend bezahlbarem Wohnraum in Köln haben sich die wohnungswirtschaftlichen Verbände in einem Pressegespräch zu Wort gemeldet. Die bauende und die bestandshaltende Kölner Wohnungswirtschaft, bestehend aus BFW Nordrhein-Westfalen, köln ag, Wohnungsbau Initiative Köln (WIK) und Kölner Haus- u. Grundbesitzerverein von 1888 nutzten die Gelegenheit, um sich als tragende Kraft für Wohnungsneubau und Wohnungsbestand zu positionieren. Erklärte Absicht aller Beteiligten: Der Wohnungswirtschaft in Zukunft mit EINER Stimme besseres Gehör zu verschaffen.

„Wir haben viele übereinstimmende Interessen und werden diese gemeinsam artikulieren“, fassten es die Interessenvertreter Anton Bausinger (Haus- und Grundbesitzerverein), Rouven Meister, Martin Bündgens (beide köln ag), Holger Coers (WIK) und Elisabeth Gendziorra (BFW NRW) zusammen.
Das gemeinsame Positionspapier formuliert klare Erwartungen an den neuen Oberbürgermeister Torsten Burmester, Politik und Verwaltung und insbesondere an das sich noch zu findende Ratsbündnis: Alle Beteiligten forderten den neuen OB, Politik und Verwaltung auf, die Gespräche mit der Wohnungswirtschaft mit ernsthaftem Willen zur Umsetzung aufzunehmen.
„Bestandshaltende und bauende Wohnungswirtschaft haben die gleichen Themen, wir können als Genossenschaften auch nicht günstiger bauen als die bauende Wohnungswirtschaft“, machte Rouven Meister deutlich. Die köln ag vertritt 57 kommunale, kirchliche und genossenschaftliche Wohnungsunternehmen mit einem Wohnungsbestand von rund 190.000 Wohnungen – davon 100.000 in Köln. „Die Durchschnitts-Nettokaltmiete beträgt 7,66 Euro, aktuell muss ich bei einem Neubau aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen für rund 18 Euro pro Quadratmeter vermieten“, skizzierte Meister die Situation.

Anton Bausinger forderte die „Anerkennung des Wohnens als überragendes öffentliches Interesse“, Elisabeth Gendziorra forderte „zügig und aktiv vom Bauturbo Gebrauch zu machen und dadurch Bebauungsplanverfahren und Genehmigungsprozesse deutlich zu verschlanken". Holger Coers machte deutlich, dass es möglich sei „mit Wohnungsbau Klimaziele zu erfüllen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.“ Er erinnerte an das Wohnbündnis, in dessen Rahmen es Ziel gewesen sei, 6.000 neue Wohnungen pro Jahr (davon 2.000 öffentlich gefördert) zu schaffen. „Wir haben nicht mal durchschnittlich 3.000 pro Jahr geschafft, unter aktuellen Bedingungen bleiben 6.000 weiterhin illusorisch“, so Holger Coers. Die von Teilen der Politik geforderte Erhöhung der Quote für öffentlich geförderten Wohnraum bezeichneten alle Beteiligten als wünschenswert, aber realitätsfremd. „Das setzt eine entsprechende Förderkulisse voraus, die es aktuell schlicht nicht gibt“, so Coers.

Hier finden Sie den Zehn-Punkte-Plan.

Foto: PixelboxStockFootage - stock.adobe.com